Resolution der Intensivkräfte an der Charité

Pflegekräfte schlagen Alarm

In einer Resolution an den Berliner Gesundheitssenator Mario Czaja und die Gesundheitspolitischen Sprecher im Berliner Abgeordnetenhaus schlagen die Intensivpflegekräfte an der Charité Alarm: „Chronische Unterbesetzung, Krankheitsausfälle, Überstunden, Lückendienstpläne, Einspringen aus dem Frei sind Alltag auf den Intensivstationen der Charité“ heißt es in der Resolution.

549 Intensivpflegekräfte haben die Resolution unterschrieben, die die Gewerkschaft ver.di am Mittwoch den 11.3.2015 an den Gesundheitssenator Mario Czaja und die Gesundheitspolitischen Sprecher verschickt hat. Damit hat der Großteil aller Intensivpflegekräfte an Europas größtem Uniklinikum die Resolution unterschrieben.

Die Pflegekräfte fordern in ihrer Resolution die Verankerung von verbindlichen Personalvorgaben für die Intensivstationen im Berliner Krankenhausplan 2016-2020. Der Krankenhausplan wird in diesen Tagen von Gesundheitssenator erstellt. In anderen Bundesländern sehen Krankenhauspläne inzwischen Personalvorgaben als Qualitätsvorgaben vor. So z.B. in Nordrhein Westphalen, wo für die Intensivstationen Quotenvorgaben Teil des Landeskrankenhausplans sind.

„Ein derart deutliches Statement von den Fachkräften der Charité sollte die Politik nicht überhören“, erklärt Dana Lützkendorf, selbst Intensivpflegerin und Mitglied der ver.di Betriebsgruppe an der Charité. „Es ist an der Zeit das die zuständigen PolitikerInnen Verantwortung für die Situation in den Krankenhäusern übernehmen und handeln“, ergänzt der zuständige ver.di-Gewerkschaftssekretär Kalle Kunkel.

Die Pflegekräfte stärken mit ihrer Resolution auch ver.di den Rücken für die neuen Tarifverhandlungen zu Mindestbesetzung an der Charité zu denen diesen Mittwoch die nächste Verhandlungsrunde ansteht.

Abschließend heißt es in der Resolution: „Wir erklären hiermit unsere Bereitschaft, die Tarifforderung für mehr Personal und Gesundheitsschutz zu unterstützen und zu begleiten. Wir sind bereit, für unsere Forderungen auch in den Arbeitskampf zu treten.“

(C) 2013 ver.di - Fachbereich Gesundheit & Sozialeszuletzt aktualisiert: 10.04.2019