Solidaritätserklärung zum Warnstreik am 27./28. April 2015

Betriebsrat der Stiftung SPI, Geschäftsbereich Soziale Räume und Projekte

Liebe Kolleginnen und Kollegen der Charité,

wir erklären uns solidarisch mit eurem Warnstreik und wünschen euch Kraft und viel Unterstützung für die Durchsetzung der Forderungen. Euer Kampf ist eine Ermutigung für viele Kolleginnen und Kollegen. Gerade in den Krankenhäusern hat sich die Situation Jahr für Jahr verschärft.

Euer Erfolg kann auch ein Signal setzen, wie endlich gegen Personalnotstand in Krankenhäusern und im Gesundheitswesen vorgegangen werden kann. Schon in den letzten Auseinandersetzungen habt ihr mit eurem beeindruckenden Kampf bewiesen, dass auch in Krankenhäusern gestreikt werden kann. Da Arbeitgeber und Regierung das Problem des Personalnotstandes offensichtlich aussitzen wollen, ist mehr Druck nötig, möglichst unterstützt durch eine bundesweite Kampagne für mehr Personal und kürzere Arbeitszeiten bei vollem Lohn in allen Krankenhäusern.

Der Kurzzeittarifvertrag vom letzten Jahr hat gezeigt, dass der Arbeitgeber nicht ohne weiteren Druck zu ernsthaften Angeboten bereit ist. Zu Recht beharrt ihr auf ein Angebot zu konkreten Entlastungen und erwartet insbesondere für den Pflege- und Funktionsdienst ein verhandlungsfähiges Angebot zu Quoten und Nachtdienstverbesserungen und vor allem Regelungen für den Fall, dass eine Entlastung über mehr Personal nicht erreicht werden kann.

Den Kampf an der Charité müsst ihr selber führen, wir werden unser Bestes tun, für euer Anliegen und damit auch unsere Gesundheitsversorgung in der Öffentlichkeit zu werben und Euch zu unterstützen.

Denn mehr von euch ist besser für uns alle!

Solidarische Grüße
Betriebsrat der Stiftung SPI,
Geschäftsbereich Soziale Räume und Projekte

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