Unsere Motivation

Die Arbeits- und Versorgungsbedingungen in den Krankenhäusern sind katastrophal. Fehlende Investitionen und Personalabbau führen zu einer Gesundheitsversorgung, die PatientInnen und Beschäftigte krank macht; mangelnde Hygiene, Überbelegung, Stress und Überforderung sind Alltag auf Station.
Die Kämpfe der Pflegekräfte, Therapeut*Innen und Servicekräfte sind für uns Teil einer gesellschaftlichen Auseinandersetzung für gute Arbeitsbedingungen und eine gute Gesundheitsversorgung. Die Forderung nach festen Personalquoten bedeutet eine Pflege, die sich am Bedarf der PatientInnen und nicht am Budget der Fallpauschalen orientiert. Der Kampf für bessere Arbeitsbedingungen ist für uns somit gleichzeitig auch ein Kampf für bessere Versorgungsbedingungen der PatientInnen. Zudem werden in dieser Auseinandersetzung alte Rollenbilder von der aufopfernden Krankenschwester aufgebrochen und für eine Aufwertung des Pflegeberufs gestritten. Und auch die Kämpfe um die Rückführung der Töchter stehen nicht für sich, sondern reihen sich ein in eine Bewegung gegen die Prekarisierung, Spaltung und Abwertung von Berufen, die für unsere Gesellschaft von zentraler Bedeutung sind.

Wer wir sind und was wir wollen:

Wir sind ein Partei unabhängiges und offenes Bündnis für alle, die sich für eine bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung einsetzen wollen.* Wir kämpfen auf betrieblicher und politischer Ebene für mehr Personal im Krankenhaus und die Rückführung der Tochterunternehmen. Als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge fordern wir eine ausreichende und zweckgebundene Finanzierung der Krankenhäuser und eine Bedarfsplanung, die alle Akteure des Gesundheitswesens mit einbezieht.

Das pauschale Finanzierungssystem der Krankenhäuser (DRGs) ist mit diesen Zielen unvereinbar. Das DRG-System produziert einen Wettbewerb unter den Krankenhäusern, der zu Personalabbau und Outcourcing auf der einen Seite und einer Fehlversorgung der PatientInnen auf der anderen Seite führt. Deshalb organisieren wir uns als Pflegekräfte, ÄrztInnen, Serviceangestellte, Care-ArbeiterInnen und (potenzielle) PatientInnen gemeinsam gegen das DRG System und die Kommerzialisierung des Gesundheitswesens.

  • Keinen Platz haben wir für Rassismus und Sexismus.

Weitere Infos über Facebook: Berliner Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus

(C) 2013 ver.di - Fachbereich Gesundheit & Sozialeszuletzt aktualisiert: 27.09.2017