• 25.06.2017 sozialismus.info

    Für mehr Personal im Krankenhaus

    Bericht vom bundesweiten ver.di-Aktiventreffen

    Ca. 150 Aktive aus allen Teilen der Bundesrepublik trafen sich am 17.6.2017 in Kassel, um sich über die „Bewegung für mehr Personal und Entlastung im Krankenhaus“ auszutauschen. Es gab spannende Diskussionen um Strategie und Ausrichtung der Bewegung.

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  • 13.06.2014 Magazin Mitbestimmung der Hans Böckler Stiftung

    Protest an der Charité

    Arbeitnehmervertreter des Berliner Uniklinikums Charité schlagen Alarm. Sie und ver.di fordern eine Mindestbesetzung per Tarifvertrag. Die Beschäftigten sind bereit, notfalls auch dafür zu streiken.

    Jörn Böwe und Johannes Schulten

    Es ist eine ganz normale Nacht auf der Schlaganfallstation der Berliner Charité. 38 Patienten liegen hier, verteilt über Zimmer auf drei Gängen, A, B, C. Krankenschwester Katrin (Name geändert) läuft zum Gang C. Dort liegen Patienten, die in ihrer Bewegungsfähigkeit stark eingeschränkt sind. Ein Patient hat geklingelt, er muss aufs Klo. Ihre Kollegin bleibt allein in der „Kanzel“, dem Dienstraum des Pflegepersonals. Sie muss sechs Monitore im Auge behalten – sechs Monitore für sechs Patienten, die permanent beobachtet werden müssen. Müssten! Denn eine lückenlose Überwachung kann sich Europas größtes Universitätsklinikum nicht leisten.

  • 11.06.2014 Junge Welt

    Kämpfen lohnt sich

    Mehr Pflegekräfte für die Charité

    von Daniel Behruzi

    Die Freiheit des Unternehmers wird in diesem Land großgeschrieben. Dazu gehört, daß er nach Gutdünken darüber entscheiden kann, wieviel Personal er für welche Aufgaben einsetzt. Die Gewerkschaften haben mit diesen Fragen – so die gängige Doktrin – nichts zu schaffen. Die im Berliner Uniklinikum Charité erzielte Tarifeinigung zeigt, daß es anders geht. Mit der am Dienstag abend von der ver.di-Tarifkommission mit großer Mehrheit gebilligten Vereinbarung verpflichtet sich die Geschäftsleitung, bis zum Jahresende 80 Vollkräfte in Pflege- und Funktionsdiensten einzustellen– zusätzlich zur Personalplanung, die das Management gegenüber der Gewerkschaft en détail offengelegt hat.

  • 07.06.2014 Neues Deutschland

    Pilotabschluss an der Charité

    Klinik räumt Personalmangel ein / Auswertung des Bedarfs im Herbst geplant

    von Jörn Boewe und Johannes Schulten

    Ganz in trockenen Tüchern ist die Vereinbarung noch nicht - am kommenden Dienstag muss die Tarifkommission von ver.di der Einigung noch zustimmen, die im Tarifstreit um die Mindestpersonalbesetzung am Uniklinikum Charité getroffen wurde. Demnach wird die Charité zusätzlich 80 Pflegekräfte einstellen. Deren Einsatz soll von einer paritätisch besetzten Gesundheitskommission überwacht und gesteuert werden. Ab Herbst soll dann evaluiert und erneut über die Personalausstattung verhandelt werden. In einer gemeinsamen Erklärung betonten ver.di und der Charité-Vorstand am vergangenen Mittwoch, dass »eine kurzfristig wirksame Entlastung, insbesondere des Pflege- und Funktionsdienstes, unverzichtbar« sei. Zum ersten Mal räumte die Leitung der Charité damit öffentlich ein, dass sie zu wenig Pflegepersonal im Einsatz hat.

  • 04.06.2014 Tagesspiegel

    Charité bekommt 80 neue Pfleger

    Nach einer langen Tarifrunde in der Universitätsklinik einigen sich der Charité-Vorstand und die Gewerkschaft auf mehr Personal.

    von Hannes Heine

    Erst scheitern die Verhandlungen, dann einigen sich Charité-Vorstand und Pflegekräfte doch überraschend schnell. Nachdem am Montag schon die Schlichter im Tarifstreit mehr Personal empfohlen haben, steht nun als Kompromiss fest: Bis Ende dieses Jahres sollen 80 neue Beschäftigte in der Universitätsklinik arbeiten. Die Zusatzpfleger werden dort eingesetzt, wo die Überlastung der Mitarbeiter am größten ist. Wegen knappen Personals häuften Schwestern und Pfleger jahrelang Überstunden an.

  • 04.06.2014 Junge Welt

    Durchbruch an der Charité

    Ver.di einigt sich mit Uniklinikum in Berlin auf kurzfristige Personalaufstockung

    von Daniel Behruzi

    Bei den Tarifverhandlungen über eine bessere Personalausstattung am Berliner Uniklinikum Charité gibt es einen Durchbruch. Wie die Gewerkschaft ver.di am Mittwoch bekanntgab, liegt eine Schlichtungsempfehlung vor, die beiden Seiten akzeptabel erscheint. Demnach sollen bis Ende dieses Jahres zusätzlich 80 Stellen in Pflege- und Funktionsdiensten geschaffen werden. Die Verteilung regelt eine paritätisch besetzte Gesundheitskommission. Der Vertrag hat eine extrem kurze Laufzeit: Bis Jahresende soll evaluiert werden, ob der Stellenaufbau zu einer wirksamen Entlastung der Beschäftigten führt oder weitere Maßnahmen notwendig sind. Auch die Friedenspflicht – also der Ausschluß von Streiks – endet zu diesem Zeitpunkt.

  • 04.04.2014 rbb

    Wolfgang Albers (Die Linke)

    "schildert aus eigener Erfahrung detailliert die Probleme des Personalmangels an Krankenhäusern und den Kostendruck seit Einführung der Fallpauschalen. Der zunehmende Mangel an Pflegekräften und die Verdichtung der Arbeit sei der Hintergrund für den Warnstreik an der Charité. Das Personal wolle die Einsparungen nicht länger hinnehmen. An Stationen würden weiter Nachtdienste abgebaut. Daher mache eine Mindestausstattung an Krankenhäusern Sinn. Das gesamte System der Krankenhausfinanzierung müsse grundsätzlich überdacht werden."

  • 04.04.2014 rbb

    Thomas Isenberg (SPD)

    "bekundet die Solidarität der SPD-Fraktion mit den Beschäftigten der Berliner Krankenhäuser. Die Zeit sei reif für eine Verbesserung der Situation. Der Mensch müsse wieder mehr in den Mittelpunkt gerückt werden. Die Patienten erwarteten eine gute, humane und fachlich kompetente Behandlung. Die SPD sei daher für eine Personalbemessungsregel. Die diagnoseabhängigen Fallpauschalen müssten überprüft werden. Das sehe der Koalitionsvertrag auf Bundesebene vor."

(C) 2013 ver.di - Fachbereich Gesundheit & Sozialeszuletzt aktualisiert: 13.09.2017