Solidaritätserklärung

DGB Kreisvorstand Neukölln

Für einen Tarifvertrag zur
Personalmindestbesetzung in der Charité

Liebe Kolleginnen,
Liebe Kollegen,

seit einiger Zeit beobachten wir Euren Einsatz und Eure Beharrlichkeit, eine Personalmindestbesetzung durch einen Tarifvertrag zu regeln und haben es begrüßt, dass Ihr Verhandlungen durchsetzen konntet.
Die Kolleginnen und Kollegen des DGB Kreisverbands Neukölln halten es für konsequent nach den monatelangen Verhandlungen nun ein Zeichen zu setzen und den Druck zu erhöhen. Auch wenn der angekündigte Warnstreik durch die Flucht des Unternehmens in die Schlichtungsverhandlungen nicht mehr stattfindet, ist damit ein Signal gesetzt worden.
Wir wenden uns mit Euch gegen die einseitige Ausrichtung eines öffentlichen Betriebes des Gesundheitswesens an wirtschaftlichen Kennzahlen. Personalabbau führte zum Leistungsdruck und die Arbeitsbedingungen haben sich verschlechtert. Viele Kolleginnen und Kollegen haben inzwischen selbst die Erfahrung machen müssen, was es bedeutet krank zu sein und mit abgehetzten Personal konfrontiert zu sein.

Mit Erschrecken sehen wir, dass die Logik von privaten Unternehmen immer mehr im Gesundheitswesen etabliert werden soll. Mit der Einführung von Fallpauschalen wurde eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt, für die die Beschäftigten die Zeche zahlen und wodurch PatientInnen nicht mehr angemessen versorgt werden können.

Wir wünschen uns für Euren Kampf viel Erfolg !!!

Mit solidarischen Grüßen

Mirjam Blumenthal
Vorsitzende des DGB Kreisvorstandes Neukölln

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(C) 2013 ver.di - Fachbereich Gesundheit & Sozialeszuletzt aktualisiert: 14.12.2020