Solidaritätserklärung

ver.di-Betriebsgruppenvorstand der Telekom Deutschland GmbH Berlin

Liebe KollegInnen,

Wir haben von Eurem Entschluss gehört, für eine Personalmindestbesetzung in eine Tarifauseinandersetzung zu gehen.
Unsere Betriebsgruppe unterstützt Euren Schritt und wir beteiligen uns aktiv am Bündnis der Berlinerinnen und Berliner für mehr Personal im Krankenhaus und an der Unterschriftensammlung für Eure Forderung nach Mindestbesetzung mit einer Quote von 1:2auf den Intensiv- und 1:5 auf den anderen Stationen und dafür, das kein/e KollegIn einen Nachtdienst allein verrichten muss.

Als Beschäftigte eines ehemals öffentlichen Betriebes haben wir die Erfahrung gemacht, dass sich nach der Privatisierung Personalbemessung und Prozesse einseitig an den Gewinnerwartungen orientieren und die Bedürfnisse der Nutzer nur bedient werden, wenn das auch profitabel ist. Der Arbeitsdruck steigt an und die Arbeitsbedingungen werden immer weiter verschlechtert.

Mit Erschrecken sehen wir, dass die Logik von privaten Unternehmen noch mehr im Gesundheitswesen etabliert werden soll. Mit der Einführung von Fallpauschalen wurde eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt, für die die Beschäftigten die Zeche zahlen und wodurch PatientInnen nicht mehr angemessen versorgt werden können.
Wir können alle einmal Patientin sein, aber wir sind jetzt schon KollegInnen, die Euch für Euren Kampf viel Erfolg wünschen.

Mit solidarischen Grüßen
Der Betriebsgruppenvorstand der Betriebsgruppe der Telekom Deutschland GmbH Berlin

(C) 2013 ver.di - Fachbereich Gesundheit & Sozialeszuletzt aktualisiert: 14.12.2020